Verein Qualität im Journalismus

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Herzberg-Tagung 2006 „Kritischer Journalismus – trotz Medienschelte“

(wy) Erst kritischer Journalismus ist Journalismus. Laut einer Journalistenenquete nehmen 82 aller Schweizer Medienschaffenden für sich in Anspruch, Fehlentwicklungen und Missstände in der Gesellschaft öffentlich zu machen. Auch die Medienwissenschaft betont die wesentliche Bedeutung der journalistischen Kritikfunktion. Sie ermächtigt die Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zur Kritik an Machtragenden. In der Regel inszeniert Journalismus dann die Abweichungen zwischen verschiedenen Normen- und Wertvorstellungen, wobei die Veröffentlichung von Kritik zur Anklage werden kann. Akteure aus Politik, Wirtschaft, Kirche usw. reagieren darauf rasch mit Medienschelte. Sie stellen dabei wichtige Fragen: Wie weit soll, kann und darf kritischer Journalismus gehen? Inwieweit heiligt der Zweck die Mittel? Wann sind Medienopfer als Flurschaden in Kauf zu nehmen? Wann ist Kritik relevant, wann wird sie beliebig und opportunistisch? Die Herzberg-Tagung vom Dienstag, 7. November 2006, von 9 bis 17 Uhr Radiostudio DRS, Zürich, stellte praxiserprobte Journalismuskonzepte auf den Prüfstand und liess Journalisten und deren Kritiker im Dialog Argumente entwickeln.

Dokumentation


Vinzenz Wyss, Kritischer Journalismus in der Kritik

Bascha Mika, Ohne Kritik kein Journalismus

Markus Rohr, Kampagnenjournalismus

Michael Hug, Thesenjournalismus:ein Konzept für Bern?

Christof Sautter, Projektspezifische Erfahrungen mit den Medien (1999–2005)

Yves-Marc Ajchenbaum, Un quotidien, „Le Monde“, sous le regard de ses lecteurs

Oliver Fahrni, André Daguet, Der Fall Boillat: Vom Versagen kritischer Berichterstattung und einem Streik-Blog

Christian Mensch, Kritikfunktion schliesst Medienopfer ein

Peter Studer, Kritikfunktion ja, Namensnennung auf Teufel komme raus nein

Tagungsprogramm



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