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Nachrichten

01.03.2010 - 11:57 Uhr

Comedia äussert Bedenken zum Kauf der Basler Zeitung Medien – Impressum für mehr Unabhängigkeit bei den Freien

(pd.) Die Mediengewerkschaft äussert sich in einer Medienmittelung vom 8. Februar 2010 "besorgt über die neueste Entwicklung in der Schweizer Medienszene". Mit dem Verlag der "Basler Zeitung" gerate ein traditionsreiches Medienhaus in die Hände des Finanzinvestors Tito Tettamanti. Die Basler Zeitung Medien AG verfüge in Basel über ein faktisches Monopol. Es sei irritierend, dass Medienhäuser in der Krise zum Gegenstand spekulativer Aktionen werden könnten. Tito Tettamanti habe sein Vermögen durch "undurchsichtige Finanzmarktgeschäfte erworben, er ist kein Garant für demokratische Öffentlichkeit".

Differenziert äusserte sich der Journalistenverband Impressum, der mit einem offenen Brief an die neuen Eigentümer vom 9. Februar 2010 für eine "unabhängige BaZ" eintrat. "Mit Genugtuung haben wir davon Kenntnis erhalten, dass mit Ihrem Kauf der Basler Zeitung Medien die BaZ von den grossen Verlagshäusern unabhängig bleibt", heisst es darin. Ausserdem sei Impressum "sehr beruhigt über Ihre verbindliche Zusage, dass kein weiterer Abbau von redaktionellen Stellen geplant sei. Besonders erfreut sind wir über Ihr Bekenntnis zur journalistischen Unabhängigkeit." Unabhängigkeit sei inbesondere bei den freien Medienschaffenden von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Inzwischen sollten die Freien aber der BaZ zugestehen, dass diese ihre Werke praktisch uneingeschränkt weitergeben oder austauschen ohne zusätzliche Entschädigung weitergeben darf. Diese Praxis sei unvereinbar mit den branchenüblichen Arbeitsbedingungen und widerspricht auch den einschlägigen Empfehlungen des Verbandes Schweizer Presse. "Durch diese Abtretung verlieren die Freien ihre Möglichkeit der Zusammenarbeit mit anderen Medien der Region. Ausserdem werden sie in einer Weise an die BaZ gebunden, die mit der Unabhängigkeit der Journalisten nicht vereinbar ist und die damit auch die Glaubwürdigkeit des Mediums in Frage stellt. Wir fordern Sie deshalb auf, diese Strategie der BaZ Redaktion kritisch zu überprüfen und die entsprechenden Verträge aufzulösen", so der Journalistenverband.

http://www.comedia.ch/de/aktuell/news/presse-und-elektronische-medien/presse-und-elektrische-medien/news/bedenken-zum-kauf-der-basler-zeitung-medien/24.html

http://www.impressum.ch/impressum/de/service/Presse/wagnertettamanti.html

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