Verein Qualität im Journalismus

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Büchertisch

An dieser Stelle möchten wir Sie auf Bücher und Publikationen in anderen Medienformen im Feld des Journalismus und der Medienwissenschaft aufmerksam machen.

Beachten Sie auch Essays und Studien.



„Darf man den Medien trauen?“, „Zeit“-„Spezial“, vom 26. Januar 2006

(mw) Auch in Deutschland stehen Journalisten zunehmend unter Beobachtung und findet Medienschelte von aussen öfter statt – nicht zu verwechseln mit herkömmlicher Kollegenschelte. Da gab es Gerhard Schröders lautstarken „Kampagnen“-Vorwurf oder die Skandale um Schleichwerbung im Fernsehen. Dem Journalismus wird vieles vorgeworfen: Er sei zu nah dran; zu oberflächlich; zu kommerziell. Wie vertrauenswürdig sind die Medien heute? Eine Bestandesaufnahme dazu machte das „Medien-Spezial“ der „Zeit“ Nr. 5/2006 vom 26. Januar – kein Buch, sondern Lesestoff im Zeitungs(gross)format also. Den Leitartikel „Selten prallten Medien und Politik so heftig aufeinander wie im vorigen Bundestagswahlkampf. Nun herrscht wieder Frieden. Ist ihm zu trauen? Nein!“ schrieb „Zeit“-Journalist und Joschka-Fischer-Biograf Bernd Ulrich. Die „Zeit“ zeigte die Schreibtische deutscher Chefredaktoren; besuchte Carl Bernstein, der seit der Enthüllung des Watergate-Skandals, zusammen mit Bob Woodward, mit dem Journalismus hadert; betrieb – qualitative – Journalisten-Soziologie („Papa ist Beamter – Die meisten Journalisten stammen aus den Familien der Mittelschicht. Folge ist eine einseitige Sicht auf die Welt“) und -Psychologie („Gefühlte Aussenseiter – Journalisten sehen sich als Anwälte des kleinen Mannes. In Wahrheit sitzen sie gern mit den Mächtigen am Tisch“) und ging auch sonst den Medienschaffenden mindestens so kritisch um wie mit den Medienscheltenden („Die Gesichter der Frau O. – Susanne Osthoff war erst die Verrückte, dann die Unschuldige, gerade ist sie die Betrügerin – weil Journalisten sich in Interpretationen üben, statt Fakten zu suchen“). http://www.zeit.de/leben (5.2.2006)


„Medienwissenschaft Schweiz“ Ausgabe 2005 erschienen
(mw) Die Ausgabe 2005 „Medienwissenschaft Schweiz/Science des mass médias suisse“ der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft (SGKM) ist im Dezember als 170-seitiger Doppelband erschienen. Band 1/2005 war als thematisch offenes Heft geplant. Gemeinsam war doch allen Beiträge ein Themenbereich: Die Ausgabe unter dem Titel „Kommunikation und Kausalität: Wirkungsforschung in den Zeiten funktionaler Differenzierung“ enthält Beiträge von Gaetano Romano, Adrian Itschert/Oliver Widmer, Raimund Hasse/Josef Wehner, Martin J. Eppler/Jeanne Mengis, Cornelia Bohn, Cristina Besio/Alessandra Corti und Peter J. Schulz/Joachim Haes/Lea Vergoni/Angelo Tomada. Band 2/2005 folgte der SGKM-Jahrestagung „Kommunikations- und Medienwissenschaft zwischen theoretischer Grundlegung und Anwendungsorientierung“ mit Texten von Peter Szyszka, Roger Blum, Ulrike Röttger, Franzisca Gattwald, Oliver Marchart, Cristina Besio/Ruth Hungerbühler/Luca Morici/Benedetta Prario, Philomen Schönhagen/Joachim Trebbe, Marcel Burger, Daniel Perrin, Daniel Süss, Beat Schmid/Boris Lyczek und Ursina Mägerle/Jörg Matthes/Werner Wirth. Die „Medienwissenschaft Schweiz“ wird ab 2007 – geplant war 2006 – mit der Zeitschrift der Facoltà di scienze della comunicazione der Universität Lugano, „Studies in Communication Sciences“, fusionieren. Dies unter dem Namen „Studies in Communication Sciences. Zeitschrift der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft“. Der Doppelband 2005 kostet 30 Franken. Die Ausgaben der vergangenen Jahre sind in einer Sonderaktion noch bis März 2006 erhältlich für 7.50 Franken. www.sgkm.ch. (2.1.2006)


„Die bedrohte Instanz“ zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

(mw) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Instanz sowie dessen Bedrohung und die Situation in Deutschland ist das Thema von „Die bedrohte Instanz – Positionen für einen zukunftsfähigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk“, erschienen Ende November 2004 beim Verlag der Einzelgewerkschaft Verdi. Herausgeber des Titels ist Frank Werneke, Leiter des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie des Verbands. Die Autorinnen und Autoren setzen an beim Strukturwandel unter den Stichwörtern Globalisierung, neuer Liberalismus, „Individualisierungs- und Verarmungstendenzen in der Hörer- und Zuschauerschaft“, so das Vorwort, sowie der neuen Kommunikationstechnologien. Im Jahr 2004 hätten die „Reform“-Vorschläge der Ministerpräsidenten Stoiber, Milbradt und Steinbrück den Weg geebnet für die Ergebnisse des Rundfunkänderungsstaatsvertrags. Dieser habe zu einer Reduzierung der „erforderlichen“ Gebührenerhöhung geführt sowie das Tor zu staatlichen Eingriffen in Strukturen und Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geöffnet – mit nicht absehbaren Konsequenzen für seine Weiterexistenz als Service Public. Im Zentrum stehen auch die Strategien des Verbands Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) gegen die öffentlich-rechtlichen Anbieter. Wo von Reform die Rede sei, meinten die politisch Verantwortlichen meist Programm- und Sozialabbau, so die Herausgeber. „Verdi ist dem Reformbegriff Programmqualität statt Oberfläche verpflichtet.“ Das Buch versucht in diesem Bereich alle Themen abzudecken sowie einen „Konsens und Perspektiven gewerkschaftlicher Medienpolitik“ zu entwickeln. Autoren sind nebst Frank Werneke unter Anderen Christina Oberst-Hundt, Fritz Pleitgen, Hans J. Kleinsteuber, Martin Stock, Alex Studthoff, Walter Oberst, Volker Lilienthal, Thomas Leif, Barbara Thomass und Christoph Lindenmeyer. (2.1.2006)


Best of Wolf Schneider
(mw) In einer Reihe von Büchern zum attraktiven Texten und zur Gestaltung von Schreibprozessen steht „Deutsch!“ von Wolf Schneider, erschienen im Juli 2005 bei Rowohlt. Enthalten darin sind 44 Rezepte für „perfektes Texten“, gewissermassen Wolf Schneiders Quintessenz. Stichwörter: „Hauptsätze ausreizen – Was Goethes ‚Seejungfrau’ uns noch immer lehren kann“, „Mit Satzzeichen Musik machen“, „Verben hofieren“, „Wissenschaftlern auf die Pelle rücken“ und „Aktenstaub wegblasen“, „Nur die Hälfte schreiben“. Die Rezepte nennt Schneider „Therapie“; die Arzneien werden vergeben nach einer „Kritischen Diagnose“ – Erwägungen zur Infoflut, zum Für oder Wider des Papierlesens und zu den sprachverändernden Einflüssen von SMS, Chat und E-Mail sind dort inklusive. Eine Zusammenstellung (oder müsste, um Wolf Schneiders -ung-Warnung zu befolgen von einer „Liste“ oder „Zusammengestellt hat...“ geschrieben werden?) einer grösseren Zahl Lesebücher für Schreiberinnen und Schreiber findet sich übrigens auf der Webseite des Deutschen Presseverbands. Hier der Link. (Doch kehren Sie bitte, nach der Einnahme Wolf Schneiders Pillen, auf unsere Webseite und an unsern Büchertisch zurück!) (5.11.2005) http://www.dpv.org/index.php?page=bookStore/books.php?cat=12


„Leitbild Unabhängigkeit“ – Anstoss zu einem europäischen Presserat
(mw) Bereits 2004 beim UVK-Verlag erschienen ist „Leitbild Unabhängigkeit“ von Freimut Duve. Duve, in den 1970-er und 1980-er Jahren Herausgeber der Reihe „rororo aktuell“, 1980 bis 1998 SPD-Bundestagsabgeordneter, Hannah-Arendt-Preis-Träger von 1997 und bis Ende 2003 Beauftragter für die Freiheit der Medien der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, stellte im Dezember 2004 in Berlin die Idee eines europäischen Presserats vor. In seiner Studie nennt Duve den freien Journalismus einen „Schutzmantel der Demokratie“. Aufgabe eines europäischen Presserats sei es, auf kritische Entwicklungen in den Medien zu achten. „Nach der Implosion des Staatssozialismus in Osteuropa und dem Aufbau informationsoffener Gesellschaften“, schreibt Mitherausgeber des „Leitbilds“ Michael Haller, „schien die Pressefreiheit im Allgemeinen und der Journalismus im Besonderen auf gutem Wege: Neue Zeitungen und Zeitschriften wurden gegründet, die tradierten Titel auf neue Fundamente gestellt und Rundfunksender etabliert. Aufklärende Berichte wurden publiziert, kritische Stimmen kamen zu Wort und eigenständige Recherchen machten von sich reden. Auch in Westeuropa wurde der Zustand der Presse- und Informationsfreiheit zunehmend positiv eingeschätzt. In Spanien und Portugal schien das aus den Zeiten der Staatsdiktatur nachklingende Autoritätsverhalten der Medien zu verschwinden; in Frankreich und Großbritannien galt die politische Unabhängigkeit der Presse ohnehin als selbstverständlich und die Unbestechlichkeit der BBC weltweit als beispielgebend.“ In Deutschland hätten im Zuge der Deregulierung des Rundfunks die privaten Programmanbieter ihr zunächst sehr niedrig veranschlagtes Programmniveau angehoben und ihrerseits eine "Informationsoffensive" angekündigt. Mit „Focus“ und „Die Woche“ seien viel versprechende Presseneugründungen auf den Markt gekommen. Ein gutes Jahrzehnt später sei diese euphorische Stimmung verflogen. „In den westlichen Staaten, vor allem aber in Osteuropa sehen sich die Journalisten ökonomischen wie auch politischen Pressionen ausgesetzt. Unter dem Druck marktmächtiger Konzerne wie auch überwachender Staaten, die den neuen Terror missbrauchen wollen, um Journalisten gefügig zu machen, droht das ‚Leitbild Unabhängigkeit’ seine Geltungskraft zu verlieren – ein Verlust, der die Kontrollfunktion der Medien schwächt und der sich auf das Politikverständnis, weiter auf die Meinungs- und Willensbildung der Staatsbürger in den noch jungen Demokratien nachteilig auszuwirken droht.“ Vor diesem Hintergrund und in der Überzeugung, dass die Idee der journalistischen Unabhängigkeit mit dem Demokratie-Prinzip untrennbar verbunden sei, wolle das Buch einen Diskussionsbeitrag leisten und Anstösse geben, wie die aufklärerische und machtkontrollierende Funktion des Journalismus in den demokratisch verfassten Gesellschaften neu zu stärken sei. Das Buch knüpft an die „Principles“ an, die Freimut Duve als OSZE-Beauftragter mit dem Ziel entwickelte, in inhaltlichen Belangen die redaktionelle Eigenständigkeit zu stärken. Dieser Code war im Sinne einer Selbstverpflichtung in erster Linie an die Medienunternehmen adressiert, die sich in Osteuropa im Pressesektor engagiert und an zahlreichen Titeln beteiligt haben. Wesentlich an diesem Konzept ist die Überlegung, dass sich die innere Pressefreiheit nicht im Widerspruch zum Verleger, sondern nur mit dem Verleger sinnvoll realisieren lässt. Neben Freimut Duve und Michael Haller zählen zu den Autorinnen und Autoren Markus Behmer, Christian Möller, Alexandra Popescu, Rudi Renger, Udo Branahl, Peter Studer, Bodo Hombach, Brigitte Alfter, Gerti Schön, Mathias Döpfner und Gerd Schulte-Hillen. (5.11.05)


Handbuch Journalismus und Medien
120 Artikel über die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von Mediensystemen, die Institutionen, Leistungen und Wirkungen der Medienkommunikation sowie über die Medienakteure auf 500 Seiten enthält das „Handbuch Journalismus und Medien“, herausgegeben von Hans J. Kleinsteuber, Bernhard Pörksen und Siegfried Weischenberg, erschienen im Jahr 2005 im UVK-Verlag in Konstanz. Das Buch definiert Begriffe, referiert den Forschungsstand und die wichtigste Literatur und kommentiert die aktuellen Medienentwicklungen. Ziel ist, wissenschaftliche Exaktheit und praktische Anwendbarkeit zu verbinden, Zielpublika sind Studierende und Lehrende. (4.11.2005)


Ethik im Redaktionsalltag
Im Februar 2005 gaben der Deutsche Presserat und das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) – die Journalistenschule der katholischen Kirche in München, Augsburg und Ludwigshafen – das Buch „Ethik im Redaktionsalltag“ heraus. So praxisnah wie möglich soll der Titel zum Nachdenken über presseethische Fragen anregen. „Spektakuläre Fälle wie die Barschel-Affäre oder das Gladbecker Geiseldrama sorgen immer wieder für Diskussionen über ethische Standards im Journalismus“, heisst es im Titelinfo. Hier will das Buch Orientierung bieten. Im ersten Teil des Buches schreiben Wolf Schneider und Achim Baum über grundlegende Fragen journalistischer Ethik. Franziska Augstein, Michael Naumann, Heribert Prantl und Udo Röbel bekennen sich zu Verstössen gegen ethische Grundsätze und überlegen, wie sie hätten vermieden werden können. Der zweite Teil diskutiert die Berichterstattung aus Zeitungen und Zeitschriften, über die sich Leserinnen und Leser beim Deutschen Presserat beschwert haben. Beigefügt sind die Stellungnahmen der Redaktionen zu dem Fall und Anregungen zur Diskussion. In einem separatem Lösungsteil sind die Entscheidungen des Presserats dokumentiert. Das Buch will zugleich ein Nachschlagewerk für den Redaktionsalltag und eine Arbeitsgrundlage für die Ausbildung sein. Erschienen ist es im UVK-Verlag in Konstanz. http://www.uvk.de/detail.asp?TITZIF=1620 (4.11.2005)


Das Schweizerische Mediensystem im Wandel
Das Buch, herausgegeben von Matthias Künzler, Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft und Publizistik an der Universität Zürich, erschien 2005 im Haupt-Verlag. Konzentration und Kooperation im Medienbereich, der Einstieg ausländischer Unternehmen oder die RTVG-Revision sind die Aufhänger dieses Essaybands. Dazu, welche Folgen diese Veränderungen für die schweizerischen Medienunternehmen in Presse und Funk und auf die Medienschaffenden haben, äussern sich Praktikerinnen und Praktiker, Publizistikwissenschafterinnen und -wissenschafter ganz verschiedenerartiger Standpunkte: Daniel Beck, Hugo Bütler, Heinz Bonfadelli, Philipp Cueni, Hans-Jürg Fehr, Otmar Hersche, Otfried Hersche, Hanspeter Lebrument, Josef Trappel, Karin Pühringer und Peter Studer. Der Titel erschien 2005 im Haupt-Verlag. (3.11.2005)


Enzyklopädie der journalistischen Strukturbegriffe
In 120 Beiträgen à drei bis vier Seiten arbeiten im „Handbuch Journalismus und Medien“ Siegfried Weischenberg, Hans J. Kleinsteuber und Bernhard Pörksen (alle drei an der Universität Hamburg) die journalistischen Struktur- und Fachbegriffe auf. Dies etwa von „Agenturjournalismus“ über „Cross-Media“, „Gatekeeping“, „Mediennutzung“, „Objektivität“ bis hin zu „Sparten“. Der Stand der Wissenschaft wird unbedingt referiert. Die Autoren sehen das Unterfangen – „in aller Bescheidenheit“ – in der Tradition der „Encyclopédie“ Diderots und d’Alemberts: das Ziel sei Aufklärung. Verlag: UVK. (1.7.2005)


Wie funktioniert Erfolg?
Den Zusammenhang zwischen Erfolg und Qualität von Medienerzeugnissen diskutieren im Titel „Qualität und Erfolg im Journalismus“ die Journalistenfreunde Michael Hallers. Das Buch erschien 2005 im UVK-Verlag aus Anlass Hallers 60. Geburtstag. Es geht um den Erfolg von „Focus“ ebenso wie darum, dass „Die Welt“ mit viel Geld am Markt gehalten wird. Es schrieben mit Hans Werner Kilz, Thomas Leif, Hans Leyendecker, Stefan Russ-Mohl und Siegfried Weischenberg. Herausgeber: Christoph Fasel, Ex-„Stern“ und „Die Zeit“, Kommunikationscoach in Tübingen sowie an der Fachhochschule Calw. (1.7.2005)


„SonntagsBlick-Standpunkte“
Eine Ausgabe von „SonntagsBlick-Standpunkte“ strahlte Ringier TV auf SF 2 am 30. April 2005 unter dem Titel „Arme Politiker – Böse Menschen“ aus. Es diskutierten Ueli Haldimann, Chefredaktor SF DRS, Peter Hartmeier, Chefredaktor „Tages-Anzeiger“, Otfried Jarren, Ordinarius für Publizistikwissenschaft am IPMZ, sowie in grosser Frische Frank A. Meyer unter der Leitung von Bernhard Weissberg zu Fragen wie Medienaggressivität und Medieninnovativität/Abschreiberjournalismus. Der Film ist als Medienkunde-Intro geeignet. Bezug: Ringier TV, Hagenholzstr. 83B, 8050 Zürich, www.ringier.tv. (1.7.2005)


Qualität im Online-Journalismus
Mit der Frage von Qualität und Qualitätsmanagement im Online-Journalismus sowie der Trennung redaktioneller und kommerzieller Inhalte im Internet insbesondere beschäftigte sich der Medienwissenschafter Klaus Meier an einer Tagung des Deutschen JournalistInnen-Verbandes am 16. April 2005.
Das lesenswerte Dokument findet sich unter www.klaus-meier.net/Meier_Qualitaet_djv-Tagung.pdf. Meier leitet den Studiengang Online-Journalismus an der Fachhochschule Darmstadt. (1.7.2005)


„Bilder des Krieges – Krieg der Bilder“
Die modernen Bildmedien „formen das katastrophisch antizivilisatorische Ereignis des Krieges zu einem zivilisatorischen Akt um“, lautet die These, die Gerhard Paul, Geschichtsprofessor an der Universität Flensburg in seinem Buch „Bilder des Krieges – Krieg der Bilder“, erschienen 2004 im Paderborn-Verlag, zu belegen versucht. Paul wertet dabei auch den 11. September und deckt das gesamte 20. Jahrhundert ab. Er nahm im Juni 2005 an einer Tagung der Paulus-Akademie zum Thema „Gewalt und Leid im medialen Fokus“ teil. (1.7.2005)


Mediengeschichte – quantitativ erforscht
Allein die gesammelten Staatskalender zählen 51 Laufmeter. Der Journalist Michael Walther wählt einen anderen Weg, um die Mediengeschichte seines Wohnkantons St.Gallen zu erforschen. Er hat alle im Zeitraum von 200 Jahren erschienenen Medien in einer Datenbank gesammelt und ausgewertet. Nachzeichnen lässt sich so die Medien- parallel zur politischen Entwicklung, nachweisen die Verlagerung vom General- zum Special-Interest sowie zu Gratistiteln. Gedruckt ist die Arbeit als 144. Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons St.Gallen.
www.mediengeschichte.ch. (1.7.2005)

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