Verein Qualität im Journalismus

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Medienmitteilung zur Herzberg-Tagung vom 4. November 2008

Die diesjährige Herzberg-Tagung beschäftigt sich mit einem wichtigen und sensiblen Thema der Medienschaffenden: Journalisten als Trauma-Opfer. Der „Verein für Qualität im Journalismus“ will so auf ein Thema aufmerksam machen, das häufig unterschätzt wird. 
 
Verkehrsunfälle, Familientragödien, Überschwemmungen, Katastrophen – Journalisten sind stets zur Stelle. Sie berichten über Dramen, schiessen Bilder von verzweifelten Menschen – und realisieren nicht, dass sie diese Eindrücke innerlich stark beschäftigen. Das Trauma taucht später auf. Dann werden Journalisten selber zum Opfer. Darüber reden wollen nur die wenigsten. Dabei wäre dies die beste Prävention, solche Eindrücke zu verarbeiten.

Die Herzberg-Tagung vom 4. November 2008 – ein wichtiges Branchentreffen für viele Journalisten – nimmt sich dieses Jahr dieses Themas an. Ein prominenter Referent wird ORF-Journalist Christoph Feurstein sein. Er ist „CNN Journalist des Jahres 2007“ und wurde für seine Sondersendung zum 20. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl ausgezeichnet. Feurstein begleitete drei Jahre lang die Salzburgerin Gerti Jones, Ehefrau von Robert William Jones, der im Jahr 2002 im US-Bundesstaat Missouri hingerichtet wurde. Er begleitete ebenfalls die Familie Kampusch und führte das erste Exklusivinterview mit Natascha Kampusch.

Verschiedene Referenten werden an der Tagung das Thema „Trauma und Journalismus“ aus unterschiedlichem Blickwinkel beleuchten. Zu Wort kommen auch mehrere Medienschaffende aus der Schweiz, die während ihrer Arbeit traumatische Situationen erlebt haben. Sie erzählen, wie sie damit umgegangen sind und welche inneren Prozesse sich bei ihnen abgespielt haben.


Auskunft zur Tagung und zum Programm erteilt:
Reto Schlatter, Vorstandsmitglied des «Vereins für Qualität im Journalismus» und Studienleiter am MAZ – Die Schweizer Journalistenschule
Tel: 079 431 28 10

 

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